„Vom Rand der Welt: Gomera Geschichten“ von Günter Finger

„Vom Rand der Welt: Gomera Geschichten“ von Günter Finger „Vom Rand der Welt: Gomera Geschichten“ von Günter Finger

Wer träumt nicht davon seine Zeit dauerhaft dort zu verbringen, wo andere ihren Jahresurlaub verbringen? Günter und Ute Finger haben diesen Traum wahr werden lassen und sind auf die zweitkleinste Kanarische Insel ausgewandert. Nach seinem Roman „Degollada – Zahltag auf La Gomera“, veröffentlichte Günter Finger jetzt eine Sammlung von Kurzgeschichten.

Günter und Ute Finger sind einfach zu beneiden. Sie haben ihr altes Leben in Deutschland aufgegeben und leben seit 2012 dauerhaft auf La Gomera. Auf ihrer Homepage (siehe Linktipps) finden sich spannende Berichte und Fotos zur Auswanderung und der abenteuerlichen Reise nach Gomera. Dort gibt es auch viele Hinweise zu anderen Veröffentlichungen aus dem Hause Finger, wir wollen uns aber hier an dieser Stelle der neusten Erscheinung widmen.

Der Titel „Vom Rande der Welt: Gomera Geschichten“ lässt aufgrund der Doppeldeutigkeit schon vermuten, dass es in den Kurzgeschichten einerseits natürlich um das Kleinod im Atlantischen Ozean geht, sich aber andererseits auch die Protagonisten am Rande der Gomerianischen Gesellschaft bewegen.

Auf rund 121 Seiten erzählt Günter Finger in sehr kurzweiligen 9 Geschichten über genau diese Menschen, mit denen es das Leben manchmal gut, aber manchmal auch weniger gut meint. Aussteiger, Hippies, Hunde aber auch Lottomillionäre und Urlauber erleben skurrile Abenteuer auf der Insel des ewigen Frühlings, die mitunter sehr zum Nachdenken anregen.

Der Autor gibt zudem Einblicke in die teilweise schwierigen Vertriebsmöglichkeiten der eigenen Werke auf lokalen Wochenmärkten, auch an dieser Stelle dürfte sich der ein oder andere amüsiert widererkennen.

Günter Finger versteht es das legere Lebensgefühl und die teilweise abenteuerlichen und an den Haaren herbeigezogenen Argumentationsketten seiner Hauptdarsteller geschickt in Worte zu verpacken. Die eine oder andere Situation könnte sich tatsächlich so abgespielt haben, weil sie einfach nach La Gomera passt und weil man sich die Menschen bildlich vorstellen kann, ohne dabei despektierlich zu sein.

Von uns bekommt das Buch eine ganz klare Kaufempfehlung, ich habe mich schon lange nicht mehr so amüsiert und mit so großer Freude ein Buch in einem Rutsch durchgelesen! Ein Stück La Gomera in Taschenbuchformat, was will man mehr?

Und wer weiß, vielleicht spielen die Rolling Stones ja doch eines Tage auf La Gomera…

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Unsere Linktipps:

Homepage: Günter und Ute Finger