Mehr als 100.000 Palmen

Palmen auf La Gomera Palmen auf La Gomera

Palmen auf La Gomera

Man könnte ja vermuten dass „La Palma“ aufgrund der Namensgebung über die meisten Palmen des kanarischen Archipels verfügt, dem ist aber nicht so.

La Gomera hat mit Abstand den größten Palmenbestand, auf der Insel des ewigen Frühlings sind sogar mehr Palmen vorhanden, als auf allen kanarischen Inseln zusammen. Obwohl die Palmen offiziell nie gezählt wurden, wird der Bestand der Kanarischen Dattelpalme (Phoenix Canariensis) auf weit über 100.000 Exemplare geschätzt.

Die Dattelpalme steht auf Gomera unter Naturschutz und wurde 1999 zum offiziellen Wahrzeichen La Gomeras ernannt, die Früchte werden übrigens nicht weiterverarbeitet, sie sind von der Konsistenz her zu hart.

Die Palmen dürfen nur mit einer Genehmigung der Inselregierung gefällt werden, aus den Palmenwedeln werden Besen, Matten, Decken und Körbe hergestellt.

Der Palmhonig

Sehr bekannt und beliebt ist der aus der Dattelpalme gewonnene Palmhonig, der sogenannte Guarapo. Der Palme wird dabei in einem sehr aufwändigen Verfahren Palmensaft abgezapft, dieser wird gefiltert, gereinigt und anschließend lange gekocht und dann in Gläser abgefüllt.

Diese Tradition gibt es auf Gomera schon seit mehr als 500 Jahren.

Palmhonig enthält keine Konservierungsstoffe oder sonstige Zusätze und eignet sich besonders zum Süßen von Speisen. Aber auch für deftige Gerichte wir der Palmensaft gerne verwendet, einen Rezeptvorschlag gibt es hier.

Palmhonig darf nicht Palmhonig heißen

Auch die EU ist in der Vergangenheit auf den Palmhonig aufmerksam geworden, laut einer Verordnung die im Jahre 2017 greifen wird, darf die Bezeichnung “Miel de Palma” (Palmhonig) offizielle nicht weiter genutzt werden.

Die Namensgebung “Honig” darf nur für Produkte die von Bienen hergestellt werden verwendet werden.

So wird Palmhonig hergestellt